Solarenergie

Der brasilianische Solarenergiesektor ist auf Eroberungskurs. Laut Bericht von Climatescope liegt Brasilien auf Platz 4 der Schwellenländer mit höchsten Wachstum in erneuerbaren Energien.

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Für die brasilianische Solarenergiebranche war 2018 ein ereignisreiches Jahr, denn laut der brasilianischen Stromregulierungsbehörde ANEEL, verdoppelte sich 2018 die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen (27.166) im Vergleich zu 2017 (13.588).

Bis 2027 soll eine Gesamtsumme in Höhe von rund R$ 60 Milliarden Reais (ca. 14 Milliarden EUR) investiert werden. Der Zubau weiterer 1,35 Millionen dezentraler Kleinanlagen mit einer Gesamtleistung von 11,9 GW sind bereits in Planung.

Diese positive Entwicklung verspricht gewinnbringende Geschäfte für deutsche Unternehmen, die in Brasilien aktiv sind oder zukünftig aktiv werden wollen. Die Markstudie The Brazilian Market of Distributed Photovoltaic Generation, welche auf jährlicher Basis von der AHK Rio in Zusammenarbeit mit dem Instituto IDEAL aktualisiert wird, ermöglicht durch die exklusiven Markteinblicke eine erfolgreichere und effizientere Geschäftsentwicklung.

Ziel des dreijährigen Solar Payback Projektes ist die Nutzung von Solarthermie für industrielle Prozesse (SHIP - Solar Heat for Industrial Processes) in vier Partnerländern – Brasilien, Mexiko, Südafrika und Indien - zu fördern.

Die AHK Rio und der brasilianische Verband für Energie durch Solarthermie ABRASOL sind die Referenzinstitutionen, die für die Entwicklung und Realisierung des Projektes in Brasilien verantwortlich sind. Als Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit soll das Projekt zur Sensibilisierung für das technische und wirtschaftliche Potenzial von SHIP-Technologien beitragen, indem in transparenter Weise über Kosten und Nutzen von SHIP informiert wird sowie die lokale Anwendung ausgewählter Referenzsysteme unterstützt wird.

Das Solar Payback Projekt kooperiert ebenfalls mit Finanzinstitutionen, um Finanzierungsmodelle zu entwickeln, die Stakeholder und Investoren dabei unterstützen, den Zugang zu diesen Systemen zu sichern. Im Rahmen des Projekts wurde weiterhin eine ökonomische und finanzielle Machbarkeitsstudie zur Anwendung der Systeme in industriellen Prozessen veröffentlicht, welche als relevante Quelle für weitere Studien zu diesem Thema zur Verfügung steht. Während lokalen Fachmessen, Kongressen und Webinaren informiert das Projekt über Aktivitäten und vermittelt Know-How zum Thema.

Für weitere Informationen besuchen Sie die ofizielle Seite des Projektes