Seminar zur Flughafenlogistik

Die von der AHK Rio organisierte Veranstaltung brachte Spezialisten aus dem Luftfahrtbereich zusammen.

Das Anwaltsbüro Kincaid Mendes Vianna Advogados in der Innenstadt von Rio veranstaltete am 20. August das von der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer von Rio de Janeiro (AHK Rio) organisierte Seminar zur Flughafenlogistik. In zwei Panels wurden Themen zu den neuen Vorschriften des Luftfahrtgeschäfts, Investitionen in der Branche und zu Auswirkungen auf die Wirtschaft diskutiert.

An der ersten Podiumsdiskussion „Wirtschaftliche Auswirkungen und Folgen für die brasilianische Flughafenlogistikinfrastruktur nach den neuen Flughafenkonzessionen" nahmen der Leiter der Wirtschaftsregulierung der Anac-Flughäfen, Tiago Sousa Pereira und der Professor für Luftverkehr an der Bundesuniversität Rio de Janeiro (UFRJ), Respício do Espírito Santo Jr, teil. Tiago Sousa Pereira gab einen Überblick über die Entwicklungen der brasilianischen Luftfahrt der letzten zehn Jahre, ausgehend von der Deregulierung des Sektors, dessen Auswirkungen auf die Gegenwart und die Zukunftserwartungen.

„Das letzte Jahrzehnt war ein erfolgreiches Jahrzehnt für den Luftverkehr. Die Abgabensenkung liegt bei 66%, was den Luftverkehr popularisiert und das Wachstum der Branche fördert", sagte er. Laut Tiago Sousa Pereira war das Modell der Flughafenkonzessionen erfolgreich, aber es ist noch immer notwendig, die Regulierung zu verbessern. „Die Aussichten für die Privatisierung des gesamten Flughafeninfrastrukturnetzwerks sind vielfältig. Es wird zwei weitere Konzessionsrunden geben, in denen 44 Flughäfen in sechs Blöcke unterteilt werden" informierte der Leiter der Flughafen-Wirtschaftsregulierung, und ergänzt, dass zusätzlich zu dieser Prognose, für die nächsten 20 Jahre, ein Wachstum der Passagiernachfrage von 4,6 % pro Jahr erwartet wird.

In seiner Präsentation sprach Professor Respício über die Bedeutung einer sozioökonomischen Studie über Flughäfen. „Die Konzessionen sollten alle fünf Jahre eine Studie miteinbeziehen. Die Gesellschaft sollte über die tatsächliche Rentabilität dieses neuen Modells Bescheid wissen. Dieser Businessplan würde sicherlich auch der Privatisierung helfen", glaubt der Professor, der ein Befürworter des ausländischen Kapitals in der brasilianischen Luftfahrt ist.

Die zweite Diskussionsrunde mit dem Thema „Aktuelle Herausforderungen in der Flughafenlogistik im Privatbetrieb und Erwartungen an die Entwicklung/Wettbewerb durch die Öffnung des Kapitals für ausländische Beteiligungen an der inländischen Luftfahrt durch die Provisorische Maßnahme (MP) 863/2018" wurde durch Douglas de Rebouças Almeida, Direktor der Nationalen Vereinigung der Flughafenbetreiber (ANEAA) und vom Kommandanten Antônio José de Silva, Präsident der Sonderkommission für Luftfahrtrecht des Bundesrates der Brasilianischen Anwaltskammer OAB gebildet.

Im Hinblick auf die Konzessionen hat Douglas Rebouças Almeida aus Sicht des Betreibers einige Szenarien skizziert, in denen Themen wie Stakeholder und ihre Einflüsse, ihre Auswirkungen auf den Betrieb von Flughäfen und das Flughafenrecht abgehandelt wurden.

Kommandant Antônio betonte das Thema Sicherheit und hob den einzigartigen Moment der brasilianischen Luftfahrt hervor. „Der nationale Markt ist sehr vielversprechend. In einigen Jahren wird sich die zivile Luftfahrt völlig von dem unterscheiden, was sie heute ist. Wir müssen bei einigen Entscheidungen wachsam sein, um den Passagier nicht zu gefährden. Maßnahmen wie der Verzicht auf Gepäckgebühren können die Verbrauchersicherheit beeinträchtigen", sagt er.

Zurück